Sado, Wege eines Tees

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Buddhistische Mönche aus China brachten im Jahre 800 die Teepflanzen nach Japan, womit die Japaner begannen regelmäßig diesen Tee zu trinken (Frühe Zeit des Zen-Buddhismus).

In Zeremonien, in denen Mönche zusammentrafen, um in einem unscheinbaren Raum vor der Figur des Buddha den, zu Pulver verarbeiteten, grünen Tee zu trinken, den sie in ihren Klostergärten angebaut hatten, begann seine Geschichte.

Durch den frühen Zen beeinflusst, war bei diesen Zelebrierungen erwürdige Stille, wie bei der heutigen Meditation üblich, ein wichtiges Stimmungselement. Doch entwickelte sich alles, über die Muromachi-Periode hinweg, zu einem weitübergreifenden Grundpfeiler des gesellschaftlichen Lebens, was sich auch in der Architektur und der Kunst Japans widerspiegelte.

Berater, darunter auch nicht wenige Zen-Möche, des Shoguns Yoshima empfahlen, seit dessen Amtseintritt 1449, Rituale mit dem Tee zu zelebrieren und eigens Teehütten zu errichten, die sogar für alle späteren Bauten als Leitbilder gelten würden.

Selbst der japanische Feldherr Toyotomi Hideyoshi (1536-1598) schaffte es mit der, wohl ersten öffentlichen Zeremonie, vor einer bedeutsamen Schlacht seine unruhige Psyche zu besänftigen.

Grundsätzlich dienen solche Zelebrierungen dem Zusammentreffen von Freunden, die dann gemeinsam Tee trinken und Kunststücke des Gastgebers präsentiert bekommen.

Es wird gesagt, dass das rituelle Wesen des Zusammentreffens ihm an Bedeutung und Eleganz noch zuspricht. Auch hier wird ein kleines, schlichtes Gebäude, doch kunstvoll gestaltet, bevorzugt.

Normalerweise werden auch nur wenige Gäste zu dem Treffen ins Häuschen mit dem kleinen Garten geladen. Nach einer kleinen Speise, kommt der Gastgeber mit dem Matcha, als den pulverisierten Tee, zum Hauptpunkt. Er wird in einer kleinen Teeschale weitergereicht, in der auch der Tee selbst, in Anwesenheit der Gäste, vorbereitet wird.

Das Teetrinken hat für die Japaner die Bedeutung eines einmaligen Kulturereignisses, als erlebe man es nicht so schnell wieder. Man genießt es, als würde sich nie wieder eine günstigere Gelegenheit bieten, was durch die vielen Komponenten des Tees unterstrichen wird. Zum einen vom leicht herben bis linden Geschmack ausgehend, zum anderen durch die unverfälschte, lautere Farbe.